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Sagt der US Polizei – Keine weiteren rassistischen Morde

Erklärung der LINKE Berlin Internationals zu dem Mord an George Floyd

Graffiti entlang der 38. Straße in Minneapolis: Foto von Lorie Shaull. Quelle: Wikimedia Commons

Am 23. Mai 2020 legte der Minneapolis Polizist Derek M. Chauvin dem 46-jährigen George Floyd am helllichten Tag Handschellen an und ermordete ihn.


Chauvin wurde aus der Minneapolis Polizeibehörde entlassen zusammen mit den Polizisten Thomas Lane, Tou Thao und J. Alexander Kueng. Anfänglich wurde niemand von Ihnen eines Verbrechens bezichtigt.


Wir zeigen uns soldarisch mit den Demonstranten die Gerechtigkeit für Floyd und schwarze Amerikaner überall fordern. Den Demonstranten wurde mit Polizeigewalt begegnet, einschließlich der Nutzung von Tränengas, Pfefferspray, Blendgranaten und Gummigeschoßen gegen Demonstranten.


Berichte der Mainstream Medien, der Minneapolis Polizeibehörde bis zur New York Times hatten Chauvin jegliche Verantwortung abgesprochen – schrieben “Mann stirbt bei einem Polizeieinsatz und „Mann stirbt im Polizeigewahrsam“.


Bevor Chauvin Floyd am helllichten Tag ermordete, hatte er Wayne Reyes in 2006 erschossen, Iral Latrell Toles in 2008 und Leroy Martinez in 2011.


Die Minnesota Senatorin Amy Klobuchar, die von 1999 bis 2017 die Oberstaatsanwältin des Bundesstaates war und nun einen Eintritt in die Wahlen 2020 anstrebt als Vizekandidatin für Joe Biden, ermittelte nicht gegen Chauvin für den Mord an Reyes.


Floyds Ermordung ist nicht nur Teil eines umfassenden Verhaltensmusters von rassistischer Polizeigewalt in den gesamten USA. Sie ist ebenso ein Beispiel für die 400-jahre lange Geschichte der Instrumentalisierung weißer Vorherrschaft, von Entmenschlichung und öffentlicher Lynchmorde in den USA.


Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, hat bezüglich der Strafverfolgung bereits Druck gemacht. Das ist ein gutes Zeichen, aber es geht nicht weit genug. Wir begrüßen es, dass Derek Chauvin nach drei Tagen von Unruhen festgenommen wurde. Aber andere mordende Polizisten laufen immer noch frei herum.


Wir verurteilen die Festnahme des nicht weißen CNN Berichterstatters durch Polizisten die sagten, “sie hätten nur Dienstanweisungen ausgeführt“. In Anbetracht der Vorfälle der letzten Tage haben die Bewohner von Minneapolis und insbesondere die farbigen Menschen keinen Grund, der Polizei zu trauen.


Stattdessen unterstützen wir die Busfahrer in Minneapolis und andere Gewerkschafter, die sich geweigert haben, Demonstranten zum Gefängnis zu transportieren. Solche Solidarität gegen Rassismus und Unterdrückung zeigt wie weiter vorzugehen ist.


Wir unterstützen die internationalen Demonstrationen gegen Rassismus und für Solidarität mit George Floyd, die an diesem Wochenende stattfinden werden. Wir bitten die Menschen in Berlin und anderswo an den regionalen Demonstrationen teilzunehmen.

Bitte haltet Eure Freunde, Genossen*innen und globalen anti-rassistischen Vereinigungen dazu an, die schnelle Festnahme von Floyds Mördern einzufordern und diese Petition zu unterzeichen.


Spenden an “Black Lives Matter Global Network” hier.


Übersetzung: Ilona Addis. Englische originelle Version hier.

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